20.12.19 - Weihnachtswirklichkeiten

Am Donnerstagabend war die frisch renovierte Turnhalle der Maximilian-Kolbe-Schule bis auf den letzten Platz gefüllt. Zahlreiche Eltern, Geschwister, Großeltern, Kollegen und ehemalige Schülerinnen und Schüler hatten sich eingefunden, um der diesjährigen Weihnachtsfeier beizuwohnen. Bereits seit Anfang Oktober wurde fleißig geprobt und man konnte die Aufregung der beteiligten Schülerinnen und Schüler hinter der Bühne förmlich greifen. Die beiden Chöre aus Grundschule und Sekundarstufe, geleitet von Frau Dr. Rust, Frau Yususki-Burkard und Herrn Zäh stimmten zu Beginn der Vorführung ein Wiegenlied an, bevor das Theaterteam, unter Leitung von Frau Heilig und Frau Gönnheimer (von der das Stück geschrieben wurde), die Zuschauer in eine morgendliche Fußgängerzone zur Weihnachtszeit entführte. Neben den Nachwehen einer Büro-Weihnachtsfeier, dem alljährlichen Spendenwahnsinn, Last Christmas immer und überall, Geschenkestress und verschiedenen Weihnachtstraditionen, wurden unter anderem auch Szenen einer Familie gezeigt, die nun auf einmal ohne die geliebte Oma Weihnachten verbringen muss. Natürlich hatten auch Santa Claus und das Christkind einen Auftritt in der Fußgängerzone, heftig miteinander diskutierend, wer denn nun wichtiger sei. Verbunden und ausgeschmückt wurden die Szenen mit den verschiedensten klassischen und auch modernen Weihnachtsliedern durch die beiden Chöre. Frau Schuster-Hellbrück brachte mit ihrer Klasse eine wunderschöne Fassung der Weihnachtsgeschichte als Schattenspiel auf die Bühne, eingebettet in den Trubel der vorweihnachtlichen Fußgängerzone. Der Bettler, der in allen Szenen des Stücks präsent war, fasste die Botschaft noch einmal zusammen: Jeder hat seine eigene Weihnachtswirklichkeit, ein Päckchen zu tragen, mal größer und mal kleiner. Es wird Zeit, die Menschen nicht nur aus dem Augenwinkel zu betrachten, sondern auch mal nachzufragen, anstatt zu verurteilen. Nur dann kann das Weihnachtslicht, das in jedem von uns wohnt, die Welt in diesen dunklen Zeiten erhellen. Diesen Gedanken fasste auch Schulleiterin Frau Brenner in ihrer Ansprache auf. Abschließend dankte sie allen Mitwirkenden und lud die Gäste zu Punsch und Brezeln in den Speisesaal ein.

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